German Polo Tour
Die neue German Polo Tour umfasst fünf Turniere, auf denen Teams und Spieler ab diesem Jahr Punkte sammeln können. Den Siegern winkt am Ende der Saison der Tour-Pokal, der im Rahmen einer großen Feier vergeben wird. PACE sprach mit dem Erfinder der Tour, Christopher Kirsch.
PACE: Christopher, wo erreichen wir Dich gerade?
Christopher Kirsch: Ich befinde mich gerade im Centauros Polo Club in Argentinien, in dem ich mittlerweile 30 Pferde stehen habe. Sie werden hier ausgebildet und sollen später unter Spielern in Deutschland gehen.
PACE: Sprechen wir von dem Centauros Polo Club, in dem auch Mariano Aguerre, Pablo McDonough und die Pieres-Brüder spielen?
Christopher Kirsch: Genau. Gerade gestern haben wir mit Mariano Aguerre gespielt. Ich bin sehr froh, dass es mir gelungen ist, hier einen Fuß in die Tür zu bekommen. Wer in diesem Club Mitglied werden möchte, muss Anteile in Form von Aktien kaufen. Das wiederum kann man allerdings nur, wenn sich 90% der Mitglieder mit der Aufnahme in den Club einverstanden erklären. Ich hatte das große Glück, dass man mich hier sehr offen und herzlich empfangen hat.
PACE: Beneidenswert. Aber zurück nach Deutschland, wo Du in diesem Jahr die German Polo Tour ins Leben gerufen hast. Was ist der Sinn und Zweck dieser Tour?
Christopher Kirsch: Zum Einen ist es für die Spieler in Deutschland sicher toll, wenn sich ein roter Faden durch die Saison zieht, an deren Ende es einen großen Pokal zu gewinnen gibt. Zum Anderen möchten wir mit der German Polo Tour bestimmte Turniere miteinander verknüpfen.
PACE: Welche Turniere sind das?
Christopher Kirsch: Der Polosport in Deutschland wächst, und es sind in den vergangenen Jahren jede Menge Turniere hinzu gekommen. Darüber freue ich mich, denn es ist gut für unseren Sport. Die Idee der German Polo Tour ist es nun, Turniere, die vor allem sportlich punkten, zusammenzufassen. Heißt: Die Turniere, die gewertet werden, müssen bestimmte sportliche Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählt beispielsweise die Qualität und Anzahl der Plätze. Auf allen Turnieren müssen den Spielern mindestens zwei Polofelder zur Verfügung stehen. Die einzige Ausnahme mit nur einem Platz bildet der Hamburger Polo Club – als ältester Poloclub Kontinentaleuropas ist seine Bedeutung für den Sport so wichtig, dass wir das Berenberg Polo Derby integriert haben.
PACE: Welche Turniere erfüllen diese Voraussetzungen und zählen damit zur German Polo Tour?
Christopher Kirsch: Neben dem Berenberg Polo Derby im HPC werten wir in dieser Saison die Bucherer Polo & Classic 500 auf Gut Aspern, das Polopicknick in Münster, den Berenberg High Goal Cup in Düsseldorf und den Bucherer Challenge Cup in München. Zurzeit bereiten wir eine weitere Spielstätte in Bad Homburg vor, wobei wir noch nicht verbindlich sagen können, ob dort in diesem Sommer schon gespielt werden kann.
PACE: Wie wichtig ist die German Polo Tour für den Sport in Deutschland?
Christopher Kirsch: Sehr wichtig. Die Zuschauer haben nun die Möglichkeit, sich über mehrere Stationen hinweg mit einem Team zu identifizieren und können die Leistung ihrer Mannschaft die ganze Saison hindurch verfolgen. Das ist neu im Polo und sicherlich ein guter Weg, um beispielsweise die Sportressorts der großen Tageszeitungen für Polo zu begeistern. Es wäre nämlich schön, wenn unser Sport nicht ausschlie�lich unter “Gesellschaft” oder “Vermischtes” stattfinden würde, sondern auch im Sportteil.
Punkte und Wertungsturniere der German Polo Tour:
| 1. Platz | 2. Platz | 3. Platz | 4. Platz | |
| Aspern | 1.000 | 800 | 600 | 400 |
| Hamburg | 1.200 | 1.000 | 800 | 600 |
| Münster | 1.000 | 800 | 600 | 400 |
| Düsseldorf | 1.200 | 1.000 | 800 | 600 |
| Frankfurt | 1.000 | 800 | 600 | 400 |
| München | 1.200 | 1.000 | 800 | 600 |




